Alp­traum: feuch­ter Kel­ler. Klei­ne Ursa­che, gro­ße Wirkung!

Fal­sches Lüf­ten ist eine häu­fi­ge Ursa­che für Feuch­tig­keit im Mau­er­werk. Lüf­ten Sie des­halb – wie bei den Wohn­räu­men – täg­lich und stoß­wei­se. Im Som­mer lüf­ten Sie am bes­ten in den noch küh­len Mor­gen­stun­den, denn war­me Luft trans­por­tiert deut­lich mehr Feuch­tig­keit als kal­te Luft. Ist bereits Feuch­tig­keit im Kel­ler fest­stell­bar, emp­fiehlt es sich, die Räu­me über einen län­ge­ren Zeit­raum zu behei­zen, um feuch­te Wän­de wie­der zu trocknen.

Mög­li­che Ursachen

Beschä­dig­te Rohre

Aber natür­lich kann auch ein Rohr­bruch die Ursa­che sein. Liegt das defek­te Rohr frei, kann der Scha­den schnell geor­tet und besei­tigt werden.

Ver­läuft das beschä­dig­te Rohr in einer Wand oder im Boden, soll­te eine Leck­or­tung durch­ge­führt und die betrof­fe­nen Bau­tei­le, wie Kel­ler­wän­de und Böden, im Anschluss gründ­lich getrock­net werden.

Feh­len­de Abdichtungen

Eine wei­te­re häu­fi­ge Ursa­che für Feuch­tig­keit im Kel­ler von Alt­bau­ten ist eine feh­len­de oder man­gel­haf­te hori­zon­ta­le oder ver­ti­ka­le Abdich­tung. Ein klei­ner Riss in der Bitu­­men-Schut­z­­schicht reicht aus, damit Was­ser ein­drin­gen und Schä­den in älte­ren Gebäu­den ver­ur­sa­chen kann.

Defek­te Drainagen

Drai­na­gen sol­len das Was­ser um das Haus her­um abfüh­ren. Ist eine Drai­na­ge defekt, kann es zur Feuch­tig­keit im Mau­er­werk des Kel­lers kom­men. Gera­de bei Hang­grund­stü­cken oder extre­men Regen­men­gen mit stei­gen­dem Grund­was­ser­spie­gel kön­nen ansons­ten gut funk­tio­nie­ren­de Drai­na­gen mit den Was­ser­men­gen über­for­dern und die Kel­ler­wän­de wer­den feucht. Das kann im Übri­gen auch Kel­ler betref­fen, die vor­her auch ohne Drai­na­ge jah­re­lang tro­cken waren.

Ande­re Schä­den am Gebäude

Ein wei­te­rer häu­fi­ger Grund für Feuch­tig­keit im Kel­ler­ge­schoss sind Schä­den am Haus, die auf den ers­ten Blick nicht mit den feuch­ten Kel­ler­wän­den im Zusam­men­hang ste­hen. Ist ein Regen­fall­rohr ver­stopft, staut sich Regen­was­ser in der Lei­tung auf. Da Regen­­fall- und Abfluss­lei­tun­gen nur für eine Fließ­rich­tung kon­zi­piert sind, kann Was­ser bei einer Ver­stop­fung oder einem Defekt aus der Lei­tung gelan­gen und gegen die Wand drü­cken. Sobald die Ver­stop­fung auf­ge­ho­ben ist, soll­te sich der feuch­te Kel­ler von selbst erledigen.

Risi­ken bei feuch­ten und nas­sen Kellern

Sind ers­te Anzei­chen von hoher Feuch­tig­keit im Kel­ler erkenn­bar, darf nicht lan­ge gezö­gert wer­den, da inner­halb kür­zes­ter Zeit die Bil­dung von Schim­mel ein­set­zen und die Gesund­heit der Bewohner:innen gefähr­den kann. Von maro­dem Mau­er­werk und feuch­ten Kel­ler­wän­den kann sich die­ser beson­ders gut näh­ren und eben­falls Möbel, ande­res Lager­gut, aber auch die Bau­sub­stanz beschädigen.

Außer­dem ist die Aus­wei­tung der Feuch­tig­keit ein Risi­ko­fak­tor, der nicht unter­schätzt wer­den soll­te. Auf­grund der Kapil­lar­wir­kung steigt die Feuch­tig­keit am Mau­er­werk hin­auf und kann in höher­ge­le­ge­nen Stö­cken die Wän­de befal­len und schad­haf­te Aus­wir­kun­gen freisetzen.

Nicht nur für Mie­ter, deren Möbel im feuch­ten Kel­ler ein­ge­la­gert sind, son­dern ins­be­son­de­re für die Eigen­tü­mer kön­nen undich­te Stel­len im Mau­er­werk, in Fens­tern, Türen und im Rohr, ein­drin­gen­de Feuch­tig­keit, aber vor allem auch auf­stei­gen­de Feuch­tig­keit immense Schä­den bedeu­ten. Sowohl eine beschä­dig­te Bau­sub­stanz als auch die Gebrauchs­un­taug­lich­keit der Kel­ler­räu­me zie­hen unvor­her­seh­ba­re Mehr­kos­ten mit sich.

Anzei­chen für feuch­te Keller

Um feuch­te oder sogar schon nas­se Wän­de früh­zei­tig zu erken­nen, gibt es unter­schied­li­che Anzei­chen. Am auf­fäl­ligs­ten sind schwar­ze Fle­cken und Punkt an Wan­den, meis­tens Wan­de­cken, die auf einen Schim­mel­pilz­be­fall hin­deu­ten. Auch Stock­fle­cken, die bräun­­­lich-gel­­ben Ver­fär­bun­gen, sind ein ernst zu neh­men­des Indiz, wel­ches nicht igno­riert wer­den soll­te. In den meis­ten Fäl­len ist der Schim­mel jedoch nicht sicht­bar und kann erst durch pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung loka­li­siert werden.

Wei­te­re Anhalts­punk­te sind Ris­se in den Wän­den oder abblät­tern­der Putz, die jedoch nicht immer durch hohe Luft­feuch­tig­keit aus­ge­löst wer­den. Gera­de, wenn die Ris­se brei­ter als ein hal­ber Mil­li­me­ter (oder auch schon ab 0,3 mm) sind und Schä­den nicht nur ver­ein­zelt auf­tre­ten, besteht Verdacht.

Feuch­tig­keit im Kel­ler kann nicht nur mit den Augen, son­dern auch mit der Nase wahr­ge­nom­men wer­den. Ein muf­fi­ger und mod­ri­ger Geruch deu­tet auf eine erhöh­te Luft­feuch­tig­keit im Kel­ler­raum hin. Schim­mel­fle­cken und Stock­fle­cken sind dann nicht mit den Augen zu erken­nen, da sie mög­li­cher­wei­se von Möbeln ver­deckt werden.

Die bes­ten Tipps, um Feuch­tig­keit vorzubeugen

Rich­tig Lagern

Mit rich­ti­gem Lüf­ten kön­nen feuch­te Kel­ler­räu­me am bes­ten vor­ge­beugt wer­den. Um feuch­te Stel­len im Kel­ler nicht zu begüns­ti­gen, soll­te man dem schon bei der Ein­rich­tung des Kel­lers ent­ge­gen­wir­ken. Die Kel­ler­räu­me soll­ten kei­nes­wegs zu voll gestellt wer­den, damit genü­gend Luft zir­ku­lie­ren kann.

Nicht nur zwi­schen Möbel­stü­cken soll­te Platz gelas­sen wer­den, aber auch der Abstand zwi­schen Möbel­ele­men­ten und den Wän­den soll­te aus­rei­chend sein. Ins­be­son­de­re bei Außen­wän­den soll­te dar­auf geach­tet wer­den, dass kei­ne Schrän­ke, Bän­ke und Rega­le die­se berühren.

Möbel aus Holz soll­ten nicht im Über­maß auf­tre­ten, da sie im Gegen­satz zu Mate­ria­li­en wie Metall oder Kunst­stoff Was­ser und somit Feuch­tig­keit aufnehmen.

Bei der Ein­la­ge­rung von Möbeln im Kel­ler soll­ten die ein­zel­nen Stü­cke am bes­ten auf einer Erhö­hung, etwa Palet­ten, posi­tio­niert wer­den, um die Feuch­tig­keit aus dem Erd­reich von den Möbeln fern­zu­hal­ten. Schutz vor Staub und Schmutz bie­ten Abde­ckun­gen, bei­spiels­wei­se Stofflaken.

Luft­ent­feuch­ter

Nicht immer genügt das Lüf­ten des Kel­lers gegen feuch­te Wän­de. In die­sem Fall sind Ven­ti­la­to­ren oder spe­zi­el­le Luft­ent­feuch­ter die Lösung. Ers­te­re för­dern die Zir­ku­la­ti­on, sodass die Feuch­tig­keit hin­aus­be­för­dert wird.

Luft­ent­feuch­ter ent­zie­hen gezielt der Luft das Was­ser und spei­chern die­se im Was­ser­tank ab, wel­cher ein­fach ent­leert wird. Je nach Grö­ße des Kel­lers eig­nen sich ver­schie­de­ne Model­le zur Trockenlegung.

Hygro­me­ter

Ein wei­te­res Mit­tel zur Bekämp­fung von Schim­mel bezie­hungs­wei­se zu einer früh­zei­ti­gen Wahr­neh­mung einer erhöh­ten Luft­feuch­tig­keit ist das soge­nann­te Hygro­me­ter, wel­ches die Feuch­tig­keit misst. Damit die dar­aus resul­tie­ren­de Infor­ma­ti­on sinn­voll genutzt wer­den kann, ist der regel­mä­ßi­ge Blick auf das Gerät unum­gäng­lich. Im Ide­al­fall liegt die Luft­feuch­tig­keit über 40 oder 50 % und nicht über 65 %.

Ers­te Maßnahmen

Sind die Ursa­chen bekannt, kann gegen durch­näss­te Kel­ler­wän­de und ‑böden vor­ge­gan­gen wer­den. Ein feuch­ter Kel­ler als Fol­ge von Hoch­was­ser oder einem Rohr­bruch lässt sich wie­der „ret­ten“, indem zuerst fech­te und nas­se Möbel und ande­re Gegen­stän­de aus dem Kel­ler geholt wer­den und dar­auf­hin Spe­zia­lis­ten den Raum trock­nen. Die­se ver­fü­gen über die nöti­ge Erfah­rung, Exper­ti­se und Geräte.

Hat sich die Feuch­tig­keit schon bemerk­bar gemacht, muss der Kel­ler saniert wer­den. Boden, Wän­de und Decken wer­den dabei gründ­lich gerei­nigt, von Schim­mel befreit und mit Dich­tungs­schlamm, Dämm­plat­ten und Hori­zon­tal­sper­ren ver­se­hen und aus­ge­stat­tet. Abdich­tun­gen der Kel­ler­wän­de und wei­te­rer sol­cher Arbei­ten kön­nen zum Teil selbst über­nom­men, was aller­dings viel Zeit und Mühe kostet.

 

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